Phanea

Dein Kind rechnet 8 − 3 fehlerfrei — aber sobald dieselbe Rechnung in einer Geschichte steckt, kommt nur noch Raten. Wenn dir das bekannt vorkommt: Du bist nicht allein, und dein Kind hat kein Mathe-Problem.

Das eigentliche Problem heißt „Zahlen-Lotto“

Viele Kinder lesen eine Textaufgabe gar nicht wirklich. Sie sammeln die Zahlen ein und raten das Rechenzeichen: „8 und 3 … bestimmt plus?“ Das ist kein Trotz — es ist eine Strategie, die in Klasse 1 sogar oft funktioniert. Ab Klasse 2 bricht sie zusammen.

Der erste Schritt: die Frage finden

Bevor irgendetwas gerechnet wird, markiert dein Kind die Frage — Wie viele Kinder spielen noch im Sandkasten? — am besten mit einem gelben Textmarker. Wer die Frage gefunden hat, hat die halbe Aufgabe gelöst.

Eine feste Routine statt jedes Mal neu raten

Genau dafür hilft eine feste Routine aus wenigen Schritten: Worum geht es? Was wird gefragt? Eine kleine Skizze, dann die Rechnung, zum Schluss ein Antwortsatz. Die Schritte bleiben bei jeder Aufgabe gleich. Die Routine nimmt die Angst — dein Kind weiß immer, was als Nächstes kommt.

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